TREFFPUNKT 05-2018

TREFFPUNKT l 05 • 2018 16 TREFFPUNKT April-Ausgabe: Lösungen und Gewinner Gewinnspiel„Rennsteiggarten“ Auflösung: 17. 1.+2. Preis: Jeweils zwei Ein- trittskarten für Erwachsene – als Kombiticket Rennsteiggarten / Exotarium Oberhof gewannen Frau Geitner (Zella-Mehlis) und Herr Metzger (Benshausen) Gewinnspiel „Weltbild Muttertag“ Auflösung: 13.5. Preis: Das Muttertags-Paket im Wert von rund 140 Euro gewann Horst Liebermann (Suhl) Herzlichen Glückwunsch! ANZEIGE Das ändert sich 2018 bei der Steuer: Fünf wichtige Neuheiten auf einen Blick Ein höheres Existenzminimum, mehr für Familien, bessere Abschreibungs- möglichkeiten, weniger bürokrati- sche Pflichten sowie Anpassungen bei der Steuerklassen-Eingruppie- rung: Mit dem 1. Januar 2018 kom- men wieder einige Neuerungen im Steuerrecht. Dochwas ändert sichge- nau? Und welche Bedeutung hat das für die Bürger? Der Lohnsteuerhilfe- verein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) erläutert fünf wichtige Punkte. 1. Grundfreibetrag und Unter- haltshöchstbetrag werden ange- hoben Runde 9.000 Euro: So hoch ist der Grundfreibetrag ab dem 1. Januar 2018. Im Vergleich zu 2017 ist dies eine Steigerung um 180 Euro. Laut VLH-Experten bedeutet das, dass ein Single 2018 bis zu einer jährlichen Einkunftshöhe von rund 9.000 Euro keine Steuern zahlenmuss. Das Dop- pelte, also runde 18.000 Euro, steht zusammenveranlagten Eheleuten und eingetragenen Lebenspartnern zu. Der Grundfreibetrag soll sicher- stellen, dass das staatlich festgelegte Existenzminimum steuerfrei ist, sodass sich jede Person das Lebens- notwendigste leisten kann. Auf ebenfalls 9.000 Euro steigt der Unterhaltshöchstbetrag, der sich am Grundfreibetrag orientiert. Das be- deutet: EinUnterhaltspflichtiger kann ab 1. Januar 2018 unter bestimmten Voraussetzungen Unterhaltsleistun- gen vonmaximal 9.000 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen. 2. Kindergeld und Kinderfreibe- trag steigen – KürzereAntragsfris- ten fürs Kindergeld Das Kindergeld steigt um zwei Euro pro Monat und Kind: Somit bekom- men Erziehungsberechtigte ab 1. Januar 2018 für das erste und zweite Kind jeweils 194 Euro im Monat, für das dritte Kind 200 Euro und ab dem vierten Kindmonatlich 225 Euro, wie die VLH-Fachleute vorrechnen. Ab 1. Januar 2018 erhöht sich auch der Kinderfreibetrag – und zwar von 4.716 Euro auf 4.788 Euro für verheiratete Eltern beziehungsweise eingetragene Lebenspartner mit Kind, die sich zusammenveranlagen lassen. Zusätzlich gibt es noch 2.640 Euro Freibetrag für Betreuungs-, Er- ziehungs- oder Ausbildungsbedarf. So kommt man insgesamt auf einen Freibetrag von 7.428 Euro pro Kind für 2018. Ebenfalls neu ab 2018: Die Bedingun- gen für die rückwirkende Beantra- gungvonKindergeldwerden spürbar verschärft: Bei Anträgen, die ab dem 1. Januar 2018 bei der Familienkasse eingehen, wird nur noch maximal sechs Monate rückwirkend Kinder- geld gezahlt. Anders ist es bei Anträ- gen, die bis zum 31. Dezember 2017 eingehen. In diesen Fällen können Eltern das Kindergeld rückwirkend für die vergangenen vier Jahre und das aktuell laufende Jahr bekommen. 3. Bessere Möglichkeiten, Arbeitsmittel abzusetzen Der Grenzwert für die Sofortabschrei- bung von sogenannten geringwer- tigen Wirtschaftsgütern wird ab 1. Januar 2018 von 410 Euro auf 800 Euro (jeweils ohne Mehrwertsteuer) angehoben. Was bedeutet das für Berufstätige? Kauft einArbeitnehmer privat Dinge, die er auch beruflich nutzt, so kann er die entsprechenden Aufwendungen in der Regel anteilig als Werbungskosten absetzen. Das gilt laut VLH-Experten zum Beispiel für die Anschaffung von Laptops, Smartphones, Büromöbeln etc. Erfüllt der erworbene Gegenstand bestimmte Kriterien und liegen seine Anschaffungs- beziehungsweiseHer- stellungskosten unter dem definier- tenGrenzwert, handelt es sich umein sogenanntes geringwertiges Wirt- schaftsgut – und der Arbeitnehmer kanndieAufwendungennoch für das Jahr des Kaufs vollständig steuerlich geltend machen. Überschreiten die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten hingegen den besagten Grenzwert, darf der Arbeit- nehmer die Ausgaben nicht sofort komplett absetzen, sondern muss sie über die sogenannte gewöhnliche Nutzungsdauer, also über einen län- gerenZeitraumhinweg, abschreiben. Dank der deutlichenGrenzwerterhö- hung ab 1. Januar 2018 ist es also – im Gegensatz zu früher – in vielen Fällen möglich, die Ausgaben für beruflich (mit)genutzte Laptops oder Smart- phones für das Jahr der Anschaffung voll und ganz abzusetzen. 4. Belege fürs Finanzamt: Vieles muss nicht mehr eingereicht, aber aufbewahrt werden Für die Steuererklärung 2017, die 2018 erstellt wird, gelten erstmals neue Regeln für den Umgangmit Belegen, Nachweisen und Bescheinigungen. Die Neuerung in Kurzform: Aus einer Belegvorlagepflicht wird den VLH-Profis zufolge weitgehend eine Belegvorhaltepflicht. Das bedeutet: Wer 2018 seine Steuererklärung für 2017 abgibt, ist in vielen Fällen nicht mehr verpflichtet, Belege beizufü- gen. Er muss diese aber trotzdem zuhause sammeln und aufbewah- ren – und zwar ein Jahr lang ab der sogenannten Bestandskraft des Steuerbescheids. Bis dahin kann das Finanzamt die Unterlagen bei Bedarf nachfordern. 5. Frisch verheiratete Paare erhal- ten automatisch die Steuerklas- senkombination IV/IV Ab 1. Januar 2018 werden alle Paare nach der Hochzeit automatisch in die Steuerklassenkombination IV/IV eingruppiert – egal, ob beide Partner berufstätig sind oder nicht. Deshalb sollten laut VLH-Experten alle frisch Verheirateten überprüfen, welche Steuerklassenkombination für sie die jeweils günstigste ist. Grundsätz- lich können berufstätige Ehe- und eingetragene Lebenspartner, die unbeschränkt steuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben, zwischen drei Steuerklassenkombi- nationen wählen: • Kombination IV/IV • Kombination III/V • Kombination IV/IV mit Faktor Bei der Steuerklassenwahl müssen diverse Regelungen beachtet wer- den. Welche Kombination für das jeweilige Ehepaar die optimale ist, hängt vor allem von der Einnah- mensituation der beiden Personen ab. Auch beim Bezug von Eltern-, Kranken- oder Arbeitslosengeld kann ein Steuerklassenwechsel von Vorteil sein. Dabei sind allerdings verschiedene Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Generell können verpartnerte und verheiratete Paare einmal im Jahr einen Steuerklassenwechsel vorneh- men. Dafür ist ein entsprechender Antrag beim zuständigen Finanzamt zu stellen – dies muss bis spätestens 30. November geschehen. Dabei gibt es nach VLH-Angaben ab 2018 eben- falls eine Neuheit: Ein Ehepartner mit der Steuerklasse III oder V kann ab 1. Januar allein und somit ohne Einverständnis des anderendenSteu- erklassenwechsel in die Kombination IV/IV beantragen. Sie habennoch Fragen? Frau Schüpp- ler leitet eine von rund 3.000 VLH- Beratungsstellen in ganz Deutsch- land steht Ihnen gerne zur Verfü- gung. Weitere VLH-Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie unter: www.vlh.de . WIR HABEN DIE LIZENZ FÜR SIE STEUERN ZU SPAREN! Als ausgewiesene Steuerfachleute kennen wir uns bestens aus im Steuerdschungel. Bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, Rente oder Versor­ gungsbezügen erstellen wir Ihre Steuererklärung mit dem Ziel, das Optimum für Sie herauszuholen. Fordern Sie uns, es lohnt sichfür Sie. 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